Der Musiker

Rheinisches Waldhornquartett

Peter Ludes † wurde am 24.12.1920 geboren und verbrachte seine Kindheit in Wormersdorf, einem Eifeldörfchen am Fuße der Tomburg gelegen.

Von sich selbst sagt er, dass diese Jahre ihn mit der Natur  eng verbunden haben.

Seit dem 10. Lebensjahr wurde er von einem Privat-Musiklehrer unterrichtet und gewann in dieser Zeit immer mehr Freude an der Musik. Ab 1935 besuchte er die Rheinische Musikschule in Köln.  Er spezialisierte sich auf Harmonielehre, Musikgeschichte, Rhythmik und auf das Geigespielen.

Im Mai 1936 wechselte er über zur staatlichen Hochschule für Musik in Köln.

Hier konzentrierte er sich neben dem Klavierspiel nun vor allem auf das Horn. Er war hier Schüler des damaligen Solohornisten des Kölner Gürzenich-Orchester Franz Nauber.

Schon bald spielte er im Vorbereitungsorchester, im Orchester der Musikhochschule und im Buchmann-Orchester.

1940 wurde Peter Ludes in das Flak-Musik-Corps Köln-Ossendorf eingezogen, vertrat weiterhin Hornisten im Gürzenich-Orchester, speilte im Rundfunk-Orchester vom WDR sowie im Werkorchester von Bayer Leverkusen. Im November 1942 wurde er nach Russland abkommandiert und kehrte erst 1948 nach der Währungsreform zurück.

Die ersten 6 Monate des Jahres 1949 arbeitete er als freier Mitarbeiter im Orchester des damaligen NWDR. Im Juli des Jahres 1949 wurde er in das Orchester unter der Leitung von Hermann Hagestedt und Franz Marszalek eingestellt.

Dieses Orchester war der Anfang des heutigen Kölner-Rundfunk-Orchesters, in dem er als Hornist und Solohornist persönliche Erfolge verzeichnen konnte. Die Tätigkeiten des Peter Ludes beschränken sich aber nicht nur auf das Spielen in Orchestern. So ist er auch auf zahlreichen Schallplattenaufnahmen zu hören. Mit Titeln der LP „Wald und Jägerei“ war er sogar im Oktober 1978 in der beliebten Fernsehsendung „Musik ist Trumpf“ zu hören und zu sehen.

Einen weiteren Höhepunkt bildet zweifellos der Auftritt seines Waldhornquartetts im Rahmen des Staatsempfanges des Präsidenten  der Vereinigten Staaten Jimmy Carter. Hierzu hatten im Juli 1978 der damalige Bundespräsident Walter Scheel und Frau Mildred Scheel ins Schloss Brühl (Schloss Augustusburg) eingeladen. Der für die Gestaltung und Umrahmung solcher Feierlichkeiten zuständige Staatssekretär Dr. Seemann hatte sich bei der Suche nach einem Waldhornquartett für das Rheinische Waldhornquartett entschieden.

Das Konzert – dargeboten auf der Balthasar-Neumann-Treppe des Brühler Schlosses  – wurde zu einem großen Erfolg.

Entsprechend herzlich war auch der spontane Beifall aller geladenen Gäste, Prominente aus Politik, Kultur und Wissenschaft.